Kwan Yin Göttin der Barmherzigkeit und des Mitgefühls

Kwan Yin ist eine aufgestiegene Meisterin. Die Göttin der Barmherzigkeit, der Frauen und Kinder, der Gnade und des Mitgefühls. Diese wunderbare, sanfte und doch so kraftvolle Energie wird immer wieder erfahrbar, wenn wir uns mit Kwan Yin in Kontakt bringen. Auch wenn Kwan Yin oft mit der Jungfrau Maria der christlichen Tradition verglichen wird, wird sie doch von weitaus mehr Menschen verehrt und ist im Gegensatz zu Maria eine Bodhisattva. (sh. weiter unten).

Hier eine kurze Legende zu Kwan Yin. Sie lebte als Tochter eines Fürsten in China und begab sich gegen den Willen und die Verbote ihres Vaters in die Gesellschaft des armen, gemeinen Volkes. In all ihrem Überfluss erfuhr sie somit das Mitgefühl für die Armen, Obdachlosen und Bedürftigen, denen Sie Nahrung, Liebe und Obdach doch vor allem Selbstliebe und Selbstannahme gab. Um ihre Aufgabe des Aufstiegs zu vollenden konnte sie in ihrem materiellen Körper für die Dauer von ungefähr 1.000 Jahren ihr Erdenleben vervollkommnen. 

Das ist es auch, was Kwan Yin uns ermöglicht. Die Liebe zu allem was ist in uns selbst wieder zu finden, die Kraft des Herzens zur Entfaltung zu bringen. Barmherzigkeit erfahren und leben, damit wir am Ende dieses Weges ebenfalls zum Aufstieg bereit sind. Mit ihrer Hilfe können wir uns von jeglichem Karma befreien auf eine sehr sanfte und liebevolle Weise.

Kwan Yin gilt als Bodhisattva. Ein Bodhisattva ist ein Wesen, welches bereits erleuchtet ist, aber den Eingang ins Nirvana (Nirvana erreichen bedeutet, den ewigen Kreislauf der Reinkarnationen und damit Leiden zu überwinden und frei von Karma zu sein) solange zurückstellt, bis alle Wesen die Erleuchtung gefunden haben. Damit zeigt sie die Barmherzigkeit und allumfassende Liebe für alle Wesen auf dieser Erde. 

Was bedeutet nun jedoch Barmherzigkeit? Barmherzigkeit gibt mehr als sie nimmt und schenkt mehr Verzeihen, Gnade, Güte, Heilung als der Mensch, der sie erbittet "verdient" hat. 

Kwan Yin als aufgestiegene Meisterin hat das Erdendasein in seiner ganzen Breite erfahren und in dieser Dimension gelernt die Meisterschaft der wahren Liebe zu gewinnen. Meisterschaft bedeutet "Nicht-Bewerten" - im TAO sein. Aufgrund dieser Qualität wird Barmherzigkeit möglich als Geschenk der großen Seele, die in jedem von uns das Licht erkennt - wo wir längst aufgegeben haben danach zu suchen.

Darum sei gewiss, was immer Dich auch belastet. Bitte Kwan Yin Dir beizustehen und Du wirst ihre Gegenwart erfahren. Das ist ihr Versprechen an die Menschheit. 

Kwan Yin trägt die Perlen der Erleuchtung und wird meist - wie oben auf meiner Lieblingsstatue - mit einer Flasche oder Vase abgebildet. In diesem Gefäß befindet sich das heilende Wasser des Lebens, das jedes Ungleichgewicht ausbalanciert und Heilung auf allen Ebenen des Daseins schenkt. Der Drache, mit dem sie ebenfalls sehr oft abgebildet wird ist ein altes Symbol für Spiritualität, Klugheit, Stärke, Transformation aber auch für Schutz. 

Quan Yin erwartet weder Anbetung noch aufwendige Rituale. Es genügt ihr um Hilfe gebeten zu werden und sie ist da. Besonderes Anliegen von Quan Yin sind die Frauen und die ankommenden Seelen, die sich als Kinder inkarnieren wollen. Es heißt, dass bereits vielen kinderlosen Frauen geholfen wurde, die Quan Yin gebeten haben ein Baby in ihr Leben zu führen.

Kwan Yin hatte das Amt als Hüterin des siebten Strahles inne welches sie in den 50ger Jahren an Saint Germain weitergab. Ihr elektromagnetisches Muster ist der 5-blättrige Lotos.

Kwan Yin ist die wohl bekannteste und beliebteste aufgestiegene Meisterin und Göttin in China. Sie wird besonders von Frauen verehrt und um Hilfen gebeten. Als eine irdische Form von Kwan Yin gilt die Königstochter Miau-schan. Bedeutung: wundersame Güte.

Miau-schan, die etwa im 3. Jahrhundert vor Christus lebte, zog ein kontemplatives Leben dem weltlichen Glanz am Königshof entschieden vor. Ihr Vater ließ sie deshalb enthaupten. Da wurde ihr lebloser Körper durch den Schutzgott des Ortes, der Tiergestalt angenommen hatte ins Gebirge entführt. Sie stieg hernieder zur Hölle und befreite durch die magische Kraft ihres Wesens die verdammten Seelen. Bei ihrer Rückkehr erschien ihr Buddha auf einer Wolke und riet ihr, sich auf die Insel Pu-to-schan zurückzuziehen und in Meditation zu leben. Er gab ihr einen Pfirsich aus den himmlischen Gärten, um ihr unsterbliches Leben zu sichern. 

Nach neun Jahren nahm sie ihren ersten Schüler auf. Als nun einst der dritte Sohn des Drachenkönigs in Gestalt eines Fisches in ein Netz geriet und auf dem Markt verkauft werden sollte, da entsandte Miau-schan, die alles hellsichtig sah, ihren Schülerin, den Fisch zu kaufen und in Freiheit zu setzen. Der Drachenkönig, bewegt von ihrer Güte, sandte ihr zum Dank seine Enkelin und ließ ihr durch sie die Perle überreichen, die in der Dunkelheit leuchtet und beim nächtlichen Studium der heiligen Tradition das Lesen und Verstehen ermöglicht. die junge Drachenfrau blieb dann als zweite Schülerin für immer bei Miau-schan. 

Miau-schan bekehrte später die eigenen Eltern und wurde eine "Erlöserin der Menschen". Sie war imstande, alle Hindernisse, die sich den Menschen bei Erscheinung des Lichtdurchfluteten Paradieses Amitabhas entgegenstellen , zu entfernen. Sie selber jedoch lehnte es ab, in dasselbe einzugehen, solange noch irgendein menschliches Wesen von ihm ausgeschlossen ist.

Auch der Zug der Aggression oder auch - des heiligen Zornes - fehlt bei dieser Göttin nicht. Davon zeugt eine sehr beliebte Legende, in der sie den Lü Tung-pin (einen der 8 Unsterblichen, dessen Symbol ein Dämonentötendes Schwert ist) besiegt, nachdem dieser sie sehr geärgert hatte.

In China  wird der Name dieser Bodhisattva der Gnade wie folgt übersetzt. "derjenige, der auf die Laute (der Welt) hört = kuan yin. (Auszug aus dem Buch: Göttinnen großer Kulturen von Vera Zingsem)

Kwan Yin ist die Verkörperung der göttlichen Mutter in der chinesisch-buddhistischen Kultur. Bedingungslose Liebe, die Stärkung der Fähigkeit zu liebevoller Hinwendung und die Geborgenheit im Schoße der göttlichen Mutter, in einem anderen Aspekt aber auch die Erkenntnis der Leerheit werden durch Kuan Yin vermittelt. Im berühmten Lotus-Sutra heißt es: den Namen Kwan Yin zu hören und ihre Erscheinung zu sehen, erlöst die Wesen von allen Leiden. Kwan Yin ist die Verkörperung des Göttlichen Mitgefühls, des Großen Erbarmens und als solche wird sie im gesamten asiatischen Raum von den Buddhisten verehrt und um Hilfe bei allen Schwierigkeiten des menschlichen Daseins angerufen. Die selbstlose Liebe, die sie verkörpert, hat eine unermessliche Kraft und Magie. Ihre Fähigkeit zu heilen ist grenzenlos. Heilung auf der spirituellen Ebene im buddhistischen Sinne bedeutet die Verwirklichung der beiden Aspekte von Weisheit und Mitgefühl, die zur Befreiung aus dem Kreislauf von Tod und Wiedergeburt führen. Weisheit ist die Erkenntnis der Leerheit, der Bedingtheit und Vergänglichkeit, das Mitgefühl ist das gute, reine Herz, das jegliche Selbstbezogenheit transformiert und besiegt hat.